Rezension Zur Hölle mit dem Himmel

Buch: Zur Hölle mit dem Himmel

Autor: Kay Noa

Verlag: Publz oHG

ASIN: B07Y6WKGJR

Der Unfalltod ihrer Eltern reißt Lucia jäh aus ihrem behüteten Leben an der katholischen Universität in Mailand. Bei der Testamentseröffnung erfährt sie zu ihrem Entsetzen, dass ihr Vater keineswegs ein harmloser Förderer der Künste war, sondern offenbar über beste Kontakte in die Unterwelt verfügte. Ihm gehörte das „Purgatory“, ein verrufener Nachtklub. Sie will ihn so schnell wie möglich verkaufen, doch es gibt einen weiteren Erben: den unverschämten und gutaussehenden Geschäftspartner ihres Vaters: Uriel Angelini. Er weigert sich, dem Verkauf zuzustimmen.
Während Lucia versucht, doch irgendwie Käufer zu finden, merkt sie, dass die Kontakte ihres verstorbenen Vaters teuflisch kompliziert, höllisch heiß und brandgefährlich sind.
Eine Beschreibung, die leider auch auf Uriel zutrifft.
Schnell wird Lucia tiefer in eine Welt voll dunkler Dämonen, düsterer Prophezeiungen und Geheimnisse verstrickt. Wie gut, dass sie dabei dann doch nicht ganz auf sich allein gestellt ist!

Witzig, rasant, charmant – Kay Noas neueste Geschichte begeistert mit höllischer Action, himmlischen Gags und ganz viel Herz.
Der Band ist in sich abgeschlossen.

Lucia ist sehr behütet aufgewachsen und ahnte nicht im geringsten wer ihr Vater wirklich war. Es muss ein wahrer Schock für sie sein, dass am Ende nichts war wie es schien. Am liebsten würde sie ihr Erbe verkaufen und einfach alles vergessen. Die Trauer spürte ich nur ihrer Mutter gegenüber, aber was war mit dem Vater? Liebte sie ihn nicht? Das verwirrte mich zunehmend. Leider ist Lucia nur damit beschäftigt Rätseln hinterher zu jagen, ihrer Augen gegenüber dem übernatürlichen zu verschließen und ziemlich launisch. Schade ich hatte irgendwie das Gefühl sie nicht richtig kennen gelernt zu haben.

Uriel ist bis fast zum Schluss ein wahres Rätsel. Er verschweigt seine Natur Lucia gegenüber, aber eines ist klar er ist ziemlich angesehen in der Unterwelt. Aber wer ist er? Er verschwindet im nu und genau so plötzlich ist er wieder da. Zudem verschweigt er Lucia so gut wie alles  was das übernatürliche betrifft. Auch bei ihm tappe ich im Dunkeln und am Ende weiß man nicht so recht wer ist. Hier fehlt mir etwas die tiefe der Charaktere.

Dafür hat die Geschichte an sich ziemlich viel Tiefe und an Ideen mangelte es der Autorin wahrlich nicht. Mir gefiel die Grundidee sehr gut die mit sehr vielen Details ausgeschmückt wurden. Die Spannung war meist gegeben, manchmal wurde es ziemlich rasant, ein anderes Mal konnte man sich ziemlich schief lachen. Dies war mein erstes, humorvolles Fantasy Buch was ich bisher gelesen hatte und war positiv überrascht. Besonders gefiel mir die Jagd nach dem Rätsel des Codes und das hoch dramatische, fast unvermeidbare Ende.

Der Schreibstil der Autorin war etwas ungewöhnlich für mich und ich brauchte ein paar Seiten um mich mit dem höheren Schreibniveau anzufreunden, da die meisten Bücher sehr einfach gehalten sind, aber ich konnte mich schnell damit anfreunden. Zudem war es mal eine tolle Abwechslung.

Dies wird definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin sein, denn ich liebe besondere Geschichten die man nicht überall in anderer Form lesen kann, sowie diese hier. Auch wenn es für mich ein kleines Manko bezüglich der Charaktere zu kritisieren gibt, kann ich diese Geschichte trotzdem empfehlen, da sie mir ansonsten sehr gut gefallen hat.

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