Rezension Wie Gräser im Wind

Buch: Wie Gräser im Wind – Tage des Sturms

Autor: Ella Zeiss

Verlag: Tinte & Feder

ISBN: 978-2919808670

ASIN: B07MBZ4CKV

Kindle Storyteller-Gewinner 2018: Der Beginn einer berührenden und authentischen Familiensaga nach wahren Begebenheiten.
»Wir fahren weg, Erich. Weit, weit weg.« »Und wann kommen wir wieder?« »Gar nicht.«
1930 wütet das Sowjetregime mit Enteignungen und Verhaftungen in den ehemals wohlhabenden deutschen Dörfern der Krim. Jeder, der noch Land oder Einfluss hat, schwebt in Gefahr.
Der Landwirt Wilhelm Scholz weigert sich, seinen letzten Grundbesitz an den Staat zu überschreiben. Mitten in der Nacht zerren bewaffnete Männer ihn, seine Frau Anna und ihre kleinen Kinder aus dem Haus. Die Familie wird in die eisige Wildnis des Hohen Nordens gebracht, wo sie gezwungen werden, in den gewaltigen, grenzenlosen Wäldern Bäume zu fällen. Inmitten von Hunger, Krankheit und klirrender Kälte kämpfen Anna und Wilhelm ums Überleben und um einen Platz in der neuen Weltordnung.
Der Dorflehrer Samuel Pfeiffer entgeht einem ähnlichen Schicksal nur durch eine rechtzeitige Flucht. Mit seiner Familie lässt er in einer Nacht- und Nebelaktion alles zurück. Doch die Verschnaufpause währt nicht lang. Als deutscher Lehrer wird er immer wieder verfolgt und denunziert. Eine Odyssee von der Krim bis nach Baku beginnt …

Eigentlich ist dies kein Buch, was zu meinen eigentlichen Genre passt in denen ich mich sonst bewege. Ich habe solche Bücher früher sehr gerne gelesen, kam aber nicht mehr ran. Allerdings haben es sehr viele Leute als sehr gut befunden und der Schreibstil der Autorin gefiel mir schon in ihren anderen Werken recht gut, daher habe ich es auf einen Versuch ankommen lassen.

Ich hatte die ganze Zeit beim Lesen vor Augen, dass dieses Buch auf waren Begebenheiten basiert was mich zugleich noch viel mehr mitgenommen hatte. Oft fragte ich mich wieviel kann ein Mensch eigentlich aushalten. Erst seinen ganzen Wohlstand zu verlieren und mit nichts da zu stehen und sich in eine völlig neue und menschenverachtende Unterkunft zu begeben. Dies nicht nur einmal, sondern mehrmals. Jederzeit einer Straftat bezichtigt zu werden ob man es nun gemacht hat oder nicht spielt keinerlei Rolle, dies war schon sehr erschreckend.

Die Autorin brachte dadurch so manchesmal Tränen hervor und das Buch nahm mich unglaublich mit. Die Autorin schaffte es den geschichtlichen Hintergrund und ihre private Geschichte gut miteinander zu verweben. Ihr Schreibstil war wie gewohnt sehr leicht und flüssig zu lesen, mit sehr detailreichen Beschreibungen. Die Emotionen kamen beim Leser sehr gut an und ich bin einfach überwältigt von der Geschichte und das was die Autorin daraus gemacht hat.

Man leidet mit den Protagonisten mit. Die Mischung aus purer Angst, Hilflosigkeit, ohne Zukunftsperspektive und das immer wieder hoffen, dass es bald vorbei ist und man endlich in Ruhe leben kann was dann doch wieder zunichte gemacht wurde. Das man nicht seine Meinung frei äußern konnte und man auf jedes Wort aufpassen musste was man sagt war eine wahre Achterbahnfahrt. 

Dieses Buch ist unglaublich tiefgründig, eine Mischung aus geschichtliche Hintergrund mit guter Recherche und die private Geschichte der Autorin bzw deren Familie. Mich hat dieses Buch emotional sehr berührt auch durch den Schreibstil der Autorin und wie sie es erzählt hat. Definitiv eine klare Leseempfehlung für dieses Buch.

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