Rezension Mr. Parnassus Heim für magisch Begabte

Buch: Mr. Parnassus Heim für magisch Begabte

Autor: T. J. Kline

ISBN: 978-3453321366

ASIN: B08MCCMXJ2

Linus Baker ist ein vorbildlicher Beamter. Seit Jahrzehnten arbeitet er in der Sonderabteilung des Jugendamtes, die für das Wohlergehen magisch begabter Kinder und Jugendlicher zuständig ist. Nie war er auch nur einen Tag krank, und das Regelwerk der Behörde ist seine Gute-Nacht-Lektüre. Linus‘ eintöniges Dasein ändert sich schlagartig, als er auf eine geheime Mission geschickt wird. Er soll das Waisenhaus eines gewissen Mr. Parnassus‘, das sich auf einer abgelegenen Insel befindet, genauer unter die Lupe nehmen. Kaum dort angekommen, stellt Linus fest, dass Mr. Parnassus‘ Schützlinge eher etwas speziell sind – einer von ihnen ist möglicherweise sogar der Sohn des Teufels! In diesem Heim kommt Linus mit seinem Regelwerk und seiner Vorliebe für Vorschriften nicht weit, das merkt er schnell. Eher widerwillig lässt er sich auf dieses magische Abenteuer ein, das ihn auf der Insel erwartet, und erfährt dabei die größte Überraschung seines Lebens …

Der Schreibstil des Buches war anfangs ziemlich gewöhnungsbedürftig für mich und lag mir eher schwer im Magen, im Nachhinein kann ich aber nicht genau sagen woran es gelegen hat, aber es erschwerte es mir Anfangs in das Buch zu finden. Mit der Zeit gewöhnte ich mich daran und plötzlich nahm ich so viel zwischen den Zeilen auf ob die Gefühle jedes einzelnen oder kleine, aber sehr wichtige Botschaften. Was mir auch besonders gefiel war der detailreiche Schreibstil, da man sich dadurch alles gut vorstellen kann.

Am meisten hat mir Linus gefallen der so einiges nahe bringen soll. Er lebt in seiner Blase bestehend aus einem Regelwerk und Dinge die er aus reiner Gewohnheit tut, dadurch erscheint sein Leben ziemlich grau und eintönig. Doch als er den Auftrag der BBMM bekam bei dem er einen Monat ein Waisenhaus begutachten soll merkte er schnell das Regeln nicht alles sind, das es mehr gibt als schwarz oder weiß, sondern viele bunte Farben, das nicht immer alles so ist wie es anfangs den Anschein hat und das Vorurteile nicht richtig sind, sondern man erstmal genau hinsehen sollte bevor man urteilt. Man muss sich nur darauf einlassen, auch wenn es erstmal beängstigend ist über den Tellerrand hinauszublicken.

Der Autor hat uns vor Augen geführt was für reines Schubladendenken uns heute beherrscht nur weil etwas nicht der von uns festgelegten Norm entspricht.

So sind auch die Kinder des Waisenhauses ziemlich besonders, aber wenn man sie Stück für Stück kennen lernt kann man sie nur alle in sein Herz schließen. Jeder einzelne ist einzigartig und wundervoll dargestellt und haben eine unglaubliche Tiefe und es ist gut gegenübergestellt was man anfangs von dem jeweiligen erwartet und am Ende wie er dann wirklich ist.

Was mich echt etwas störte war die Liebesgeschichte zwischen Linus und Arthur, aber auch zwischen Zoe und Helen. Irgendwie passt das für mich nicht wirklich ins Gesamtbild und wirkte erzwungen. Zum Glück war es nur dezent eingearbeitet sonst hätte es in meinen Augen einiges zerstört, somit gibt es nur einen kleinen Abzug.

Im ganzen ist es aber eine lesenswerte und besondere Geschichte, aber kein Lesehighlight wie bei anderen. Es enthält eine wichtige Botschaft und hat viel Liebe zum Detail. Auch Kinder haben eine Stimme, ein recht sich wohl zu fühlen und geliebt zu werden.

Bewertung ⭐⭐⭐⭐

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