Rezension Letzte Chance in New York

Buch: Letzte Chance in New York

Autor: Ann Christine Larsen

Verlag: Selfpublishing

ISBN: 978-1794369818

***Eine aufwühlende Liebesgeschichte zwischen Las Vegas und New York***Logans Leben scheint perfekt. Als Star der Strippertruppe genießt er in Las Vegas ein unbeschwertes Leben inmitten von Arbeit, Sport und Frauen. Doch dann begegnet ihm Chloe, ein ehemaliges Model, das von ihrer Karriere gezeichnet zu sein scheint und ihn mit ihrer unnahbaren Art sofort fasziniert. Als Chloe sich langsam zu öffnen beginnt, könnte alles großartig sein, wäre da nicht Aidan, der Logan die Show stiehlt und ein Auge auf Chloe geworfen hat.Durch einen Schicksalsschlag kann Logan nicht mehr trainieren, alte Ängste erwachen und er entscheidet sich für einen gefährlichen Weg. Einen Weg, der sein Glück mit Chloe für immer zerstören könnte.Eine Geschichte zwischen Muskelwahn, Magersucht und dem schwierigen Weg, sich selbst zu lieben.

Auf dem Buch sind die beiden Protagonisten Chloe und Logen abgebildet die aneinander lehnen. Einiges um sie herum ist im Nebel verschleiert und unter ihnen die Stadt New York. Das Cover wirkt sehr angenehm und leicht auf mich, die dazugehörige Geschichte ist es aber sicherlich nicht. Es erweckt den falschen Eindruck, auch wenn es mir super gut gefällt.

Dies war mein erstes Buch der Autorin was ich gelesen habe. Der Schreibstil gefiel mir aber sehr gut, leicht und flüssig flog man durch die Seiten. Es hatte aber auch eine angenehme frische. Sie beschreibt die Schauspielorte sehr detailreich, sodass Bilder im Kopf entstehen können. Zudem legt sie sehr viel Wert darauf, dem Leser rüber zu bringen was in ihren Charakteren vorgeht und bringt die Emotionen die die Geschichte unterstreichen sehr realistisch rüber. Auch an Spannung fehlt es hier auf keinen Fall eher im Gegenteil sie wird immer mehr gesteigert, gerade auch zum Ende hin.

Chloe und Logen sind beides Charaktere die unglaublich in die Tiefe gehen, was mir sehr gut gefiel. Gerade bei den Hintergründen müssen sie sehr transparent sein um sich in sie hinein zu versetzen denn sonst bekommt mein kein Gefühl für die Geschichte selbst.

Chloe war ein sehr bekanntes Model die für ihren Job ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt hat. Diagnose Magersucht. Sie kommt nach New York um ihr Leben wieder in Griff zu kriegen. Dort lernt sie Logen kennen. Ich habe sie als sehr liebevolle Frau wahrgenommen, aber man spürt ihren innerlichen Kampf den sie mit ihren Körper täglich ausfechtet. Manchmal wirkt sie sehr müde und misstrauisch anderen gegenüber. Es ist aber auch schön zu beobachten wie sie sich selbst neu entdeckt und immer mehr wieder zu neuem Selbstbewusstsein gelangt. Gerade am Ende wirkt sie stark und mutig auf mich dass sie anderen in Not hilft und sich Logen so gegenüberstellt. Sie hat eine enorme Entwicklung hingelegt, auch wenn sie manchmal wieder fiel stand sie immer wieder auf und begann neu.

Logen – der einerseits der Bad Boy in seinem Job ist mit seinem unglaublichen Körper, auf der anderen Seite der liebevolle Ersatzvater der sich liebevoll um ein Waisenkind kümmert. Bis eines Tages Chloe und Aiden vor seiner Tür stehen und alles durcheinander bringen. Logen ist ein Mensch der nicht gerne seine Gefühle nach außen hin zeigt und schon gar nicht für eine Frau. Ein Stück mag es an seiner Kindheit liegen die alles andere als einfach ist. Dann ist da noch Aiden der eine besseren Körper hat den er auch gerne möchte, koste es was es wolle. Logen tut alles um seine Wünsche zu erfüllen auch wenn er sich dabei in Gefahr bringt. Gerade dieses „ich bin nicht krank“ bei beiden wurde so schön umgesetzt.

Die Geschichte verlangt hier der Autorin eine Menge Feingefühl ab und sie hat uns bewiesen, dass sie es kann. Man merkt, dass sie sehr viel nachgelesen hat und die Infos hier eingeflossen sind. Mir gefällt das sich endlich mal einer daran wagt ein aktuelles Thema was ja trotzdem irgendwie in jeder Generation auftaucht, aber heute besonders aufgegriffen hat und in eine Geschichte gepackt hat. Themen wie Magersucht oder bei Männern das unterschätzte Adonis Syndrom, sowie Missbrauch in der Familie die es ja in vielen Formen gibt, Selbstliebe und Körperwahrnehmung, aber auch der Verlust auf einen Elternteil zu verzichten auslösen kann. Die Geschichte holte mich ziemlich schnell ab und es dauerte nicht lange bis das Buch mir sowas von unter die Haut ging. Es ist echt keine leichte Kost was man hier liest und am Ende war ich mehr als sprachlos. Ich war zum einen sehr überrascht weil ich doch etwas leichteres erwartet habe, aber auch weil es so sehr real war. Die Emotionen sind sehr gut transportiert worden und es hängt am Ende eine echt große Botschaft daran. Ich war einfach nur sprachlos und das Gefühl ist bis jetzt geblieben.

Eine unglaubliche Geschichte über Magersucht und das Adonissyndrom die sowas von unter die Haut geht und mich sprachlos zurückgelassen hat. Die Autorin hat mit dem nötigen Feingefühl eine sehr realistische Geschichte geschaffen, aber Vorsicht es ist keine leichte Kost. Mich konnte sie aber dennoch mehr als überzeugen, daher kann ich hier nicht nur eine Leseempfehlung aussprechen, sondern es ist ein Buch was man unbedingt mal lesen muss.

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