Rezension Göttin der Dunkelheit

Buch: Göttin der Dunkelheit

Autor: Anke Unger

Verlag: Dark Diamonds

ASIN: B071KZYKXZ

**Eine berauschende Welt voller Götter, Magie und Intrigen**
Als Priesterin im Tempel des Lichts dient die temperamentvolle Magierin Areshva ihrer Göttin von ganzem Herzen. Doch dann nehmen düstere Mächte das Land ein und verdrängen die Kräfte des Guten. Areshva sieht nur einen Ausweg, um ihrer Göttin zu helfen: Sie muss sich mit der Dunkelheit verbünden. Nur so kann sie die Zauberkraft erlangen, die sie im Kampf brauchen wird. Doch die Dunkelheit ist ein Pfad voller gefährlicher Versuchungen…  

Dunkle Götter, eine verbotene Magie und die Versuchung der Liebe verstricken die Magierin Areshva in ein mitreißendes Handlungsnetz, dem sich der Leser absolut nicht entziehen kann. Anke Unger überträgt uralte Ängste des Menschen auf eine faszinierende Fantasywelt voller Legenden.

Das Cover finde ich sehr schlicht gehalten, was das ganze aber hochwertig und edel wirken lässt. Die Farben passen gut zusammen und geben einen schönen Kontrast zu einander. Auf dem Cover selbst ist Areshva abgebildet die Hauptprotagonistin des Buches.  Der Klappentext macht neugierig und man möchte sich in das Abenteuer stürzen, jedoch verrät er nur das nötigste.

Ich finde die Welten der Götter an sich sehr interessant und es sind noch nicht so viele Geschichten erschienen wie bei anderen Figuren, jedoch beruhen sich die meisten Autoren auf bestehende Mythen und Sagen und schreiben so ihre Geschichte. Nicht Anke Unger! Mit ihrer Götterchronik erschuf sie ihre ganz eigene Götterwelt was keine leichte Aufgabe ist, alleine dafür hat sie meinen vollsten Respekt, dass sie sich dieser Herrausforderung gestellt hat.  
Das Buch beginnt turbulent, denn man wird mitten in das geschehen hineingeworfen. Man befindet sich im Tempel in dem Areshva lebt und in dem sie ihrer Göttin Lystrella huldigen. Jedoch hört man von ständigen Unruhen die durch verschiedenste Dörfer gehen, bis eines Tages ihr Dorf angegriffen wurde.  
Es wird abwechselnd aus der Sicht von Areshva und Silvrin berichtet, mitten drin hatte ich den Eindruck, dass da noch eine dritte Person zwei Seiten bekommen hatte, dies verwirrte mich ungemein. Kommen wir zurück zu den Hauptprotagonisten.  
Areshva diente bisher immer der guten Seite, bis sie in eine Situation kam aus der sie es alleine nicht herrausschaffte. Dadurch schloss sie sich der dunklen Seite an, aber nur für ein Jahr, dachte sie. Jedoch veränderte sie sich ungemein und ihrer taten förderten das Ganze. Areshva handelt für mich fast durchgehend nur widersprüchlich, da sie behauptet gut zu sein und nur das beste zu wollen, ihr handeln aber genau gegenteilig ist. Ihr Charakter bekamm immer mehr kalte züge. Am Anfang wirkte sie recht selbstbewusst und taff, aber das änderte sich immer mehr im fortschreiten der Geschichte. Irgendwann kam sie mir sehr naiv, kalt und herzlos vor. Mit der Zeit begann sie mich etwas zu nerven. Ich muss gestehen ich kann sie nicht sonderlich gut leiden und wurde nicht warm mit diesen Charakter.  
Silvrin war mir da schon eher sympathisch und auch klarer in seiner Struktur. Eigentlich ist er ein Schmied, jedoch hatte er viel Pech in der Liebe und so kam es, dass er als Krieger durch sämtliche Dörfer zog, obwohl das töten an sich nicht so sein Ding ist. Was ihn aber für mich interessant machte war seine Gabe, dass er magische Energien sehen und spüren konnte. Dies folgte ich sehr faszinierend. Er ist ein Mensch der herzlich ist und der nach Gerechtigkeit strebt.  Was mir bei allen Charakteren jedoch etwas gefehlt hat war die tiefe des Charakters ich fande sie sehr alle recht flach. Silvrin war noch der ausgeprägtteste was ich sehr schade finde, irgendwie habe ich nicht das Gefühl, dass sie real werden und kann sie daher auch nicht allzu gut beschreiben.  
Kommen wir zu den Göttern da gibt es Lystrella die für die Gute Seite steht und Agga die die schlechte Seite verkörpert. Laut Erzählungen gibt es da aber noch viele mehr. Ich hätte mir an dieser Stelle gewünscht zu erfahren welche Götter gibt es denn alles und für was stehen sie bzw. was vertreten sie? Was verlangen sie von ihrem Volk wenn man ihnen dient? Wie soll sich das Volk verhalten? 
Agga ist der Autorin aber dennoch großartig gelungen, zielstrebig, launisch und berechnend. Die Monologen zwischen Areshva und Agga waren immer sehr interessant, da die Göttin versuchte Areshva dazu zu bringen was sie wollte mit vielen Tücken und hinterlistigen Tricks, jedoch kam sie mir jetzt nicht so mächtig vor wie man sich das bei Göttern vorstellt, sondern eher wie ein Kampfpartner.  Zu Lystrella kann ich eigentlich nichts sagen, da sie leider zu viel im Hintergrund agierte und nicht oft Präsenz zeigte, gerade hier hätte ich erfahren was macht sie so besonders. Was sind ihrer Werte und was gibt sie ihren Dienerinnen mit auf den Weg? Vor allem was macht es mit ihr, dass sie keine Anhänger mehr hat.  
Ich finde die Geschichte hat ein riesiges Potential, was aber hier noch nicht vollends ausgeschöpft werden konnte. Die Grundidee ist super und ich habe das Geschehen gerne verfolgt, aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass noch zu viele Hintergrundinformationen fehlen und das Ganze begreifen zu können. Wer kämpft da mit wem und vor allem warum tun sie das`? Worum geht es in diesen Machtkämpfen und warum muss Areshva Pläne schmieden? Ich habe das Gefühl den Sinn des ganzen nicht erfasst zu haben, was dazu führte das die Spannung bei mir raus war und ich eher interessiert weiter gelesen habe was Anke noch alles so erschaffen hat. Die magischen Szenen ob jetzt der Kampf mit den Fähigkeiten oder die Gabe von Silvrin waren sehr authentisch und lebhaft beschrieben, was mir wiederum sehr gut gefiel. Es brachte wieder Spannung in das ganze. 
Der Schreibstil der Autorin war überwiegend flüssig, jedoch gab es hin und wieder Stellen über die ich stolperte und mehrmals lesen musste um es zu verstehen. Wie schon gesagt war es immer wieder verwirrend da nicht alle Informationen vorlagen, ab und an ist ihr der rote Faden entwischt und manche Handlungen verliefen im Sand ohne richtigen Abschluss des ganzen, aber dennoch fand ich immer wieder einen Einstieg. Leider sind für mich einfach noch zu viele Fragen offen geblieben, aber eines muss man Anke lassen sie hat sehr viel Fantasie und erschafft tolle neue Welten. 
Fazit:  Göttin der Dunkelheit ist ein Reihenauftakt der anderen Art, für mich war es etwas besonderes da die Autorin eine neue Welt erschaffen hat. Die Geschichte hat hohes Potential, aber es wurde noch nicht vollends entfaltet.  

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