Rezension

Rezension die Mitternachtsbibliothek

Buch: die Mitternachtsbibliothek

Autor: Matt Haig

ISBN: 978-3426282564

ASIN: B08F4PRHRT

Stell dir vor, auf dem Weg ins Jenseits gäbe es eine riesige Bibliothek, gesäumt mit all den Leben, die du hättest führen können. Alles, was du jemals bereut hast, könntest du ungeschehen machen. Genau dort findet sich Nora Seed wieder, nachdem sie aus lauter Verzweiflung beschlossen hat, sich das Leben zu nehmen. An diesem Ort zwischen Raum und Zeit, an dem die Uhrzeiger immer auf Mitternacht stehen, hat sie plötzlich die Möglichkeit, all das umzudrehen, was ihr Leben aus der Bahn gebracht hat. Aber kann man in einem anderen Leben glücklich werden, wenn man weiß, dass es nicht das eigene ist?

Die Mitternachtsbibliothek habe ich beim stöbern auf Bookbeat entdeckt. Das Cover mit diesem ungewöhnlichen Titel viel mir sofort ins Auge und die Grundidee fand ich interessant, neugierig machte mich jedoch die Umsetzung.

Nora befindet sich in einer schweren Depression und als sie auch noch die letzten Dinge verliert die ihrem Leben einen Sinn geben haben verliert sie dadurch auch ihren Lebensmut. Der einzige Ausweg den sie sieht ist Selbstmord. Doch was ist danach? Nora landet in der Mitternachtsbibliothek und so lange sie zwischen Leben und Tod schwebt hat sie die Möglichkeit ein anderes ihrer Leben zu leben, wenn sie sich zu einem Zeitpunkt sich anders entschieden hätte.

Das Buch ist aus Nora’s Sicht geschrieben, jedoch ist sie für mich nicht spürbar. Ich spüre weder ihre Verzweiflung, noch ihren Schmerz, noch die Reue von der oft die Rede ist, einfach nichts. Sie und auch die anderen Charaktere sind kaum oder gar nicht greifbar und somit läuft leider alles irgendwo ins Leere. Die einzige die mir ein wenig sympathisch ist, ist die Bibliothekarin die Nora durch die Mitternachtsbibliothek begleitet.

Nora kann durch Bücher in die jeweiligen Leben, ihre Leben schlüpfen. Sie ersetzt direkt die Nora die in dieser Zeit lebt und wird quasi hineingeworfen. Anfangs fand ich es doch recht merkwürdig, aber mit der Zeit war genau dass das Aufregende. Wo wird sie landen und wie findet sie sich in diesem Leben zurecht. Mit den einzelnen Situationen konnte man sich schon eher identifizieren und man machte eine Art Jagd auf die Leben die sie hätte haben können. Die einen Leben eher realistischer die anderen weniger.

Ich bin eherlich, hätte ich das Buch nur gelesen hätte ich es wohl mit Sicherheit abgebrochen, da weder die Charaktere greifbar für mich sind, noch Emotionen bei mir als Leser ankommt. Die Sprecherin dieses Hörbuchs hat mich wenigstens ein wenig bei der Stange gehalten.
Das Buch kann man lesen, muss man aber nicht und in meinen Augen verpasst man da nicht ganz so viel.
Hier kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen, denn mir hat hier einfach was gefehlt.

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