Rezension Der Davinci Fluch

Buch: Der Davinci Fluch

Autor: Katharina Sommer

Verlag: Zeilengold

ISBN: 978-3946955085

„Menschen jagen Hexen – Hexen jagen die Zeit…“

Eine Welt voller Magie, eine Welt ohne die berühmte Mona-Lisa.

Als Carrie ihre magischen Kräfte verliert, muss sie auf eine französische Privatschule wechseln. Ab sofort bestimmen nicht mehr Zaubersprüche, sondern Zicken und Hausaufgaben ihren Alltag. Auch Francis, Sahneschnittchen Nummer eins, macht ihr das Leben alles andere als einfach. Doch als er erfährt, wer ihre Vorfahren sind, verwandelt sich sein Hass in verdächtig intensives Interesse.
Ist sie bereit ihm zu helfen? Vor allem wenn dabei eine Möglichkeit für sie herausspringt, ihre alten Kräfte wiederzuerlangen? Eine magische Reise in die Vergangenheit beginnt…

Das Cover haute mich echt um als ich es zum ersten mal gesehen hatte. Düster aber auch magisch zog es mich immer wieder an. Ja es war wahrlich wie ein Fluch denn es verfolgte mich überall sprang es mir ins Auge bis ich es dann schließlich gelesen habe. Als Hintergrundkulisse mit den etwas älteren Gemäuern, davor Carrie mit ihren rötlich schimmernden Haaren und der schönen verspielten weißen Schrift einfach nur ein wahrer Blickfang.

Erstmal möchte ich dem Zeilengold Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplar danken.

Das Buch holte mich gleich von der ersten Seite ab und nahm mich mit auf seine Reise. Der Prolog war das erste was mich neugierig gemacht hatte und was es damit auf sich hatte. Im Anschluss lernten wir Caroline , auch Carrie genannt kennen. Sie ist eine Hexe die ein schweres Schicksal erlebt hatte und dabei ihre Magie verloren hat.

Ja aber wie lebt denn eine Hexe so ganz ohne Magie? Carrie fällt es nicht leicht dass sie ihre Kräft verloren hat, als wäre das nicht schon genug muss sie in Zukunft auf eine Privatschule gehen und ein ganz normales Leben führen. Gemeinsam begleitet man Carrie und erlebt wie es ist, wenn man plötzlich keine Magie mehr wirken kann, dann gibt es Dinge die man nicht mehr machen darf, aber am schwierigsten für Carrie erscheint mir von ihrem vorherigen Leben zu berichten. Sie denkt sich Lügen aus die sie den anderen aus der Clique erzählen kann. Hier nimmt sich die Autorin Zeit damit man Cerrie besser kennen lernen kann, wie es ihr mit ihrem neuen Leben geht und wie ihre Familie darüber denkt. Für den ein oder anderen mag es nicht wichtig erscheinen, für mich war es dies, weil hier die Weichen gestellt wurden wer Carrie mal werden wird und wie sie sich entwickeln wird und genau dass ist das entscheidende hier.

Cerrie findet schnell Anschluss in der Clique von Val, außer bei einem von ihnen, Francis. Die beiden können sich auf den Tod nicht ausstehen bis zu dem einen Tag an dem die Klasse bei einem Projekt ihre Familie als Stammbaum festlegen sollten. Das da etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann war hier wohl klar. Auch ich fragte mich was hat das plötzliche Interesse von Francis im Bezug auf Carrie auf sich? Was hat seine Neugier geweckt, ab diesem Zeitpunkt setzte bei mir eine Art Sog ein. Alles ging immer schneller, aber dennoch in einem guten Tempo voran.

Die Autorin hat einen sehr angenehmen und frischen Schreibstil der mich echt mitgerissen hat. Sie beschreibt alles detailliert und was aber bei mir als Leser zahlreiche Bilder in den Kopf zauberte. Auch die Emotionen kamen nicht zu kurz wobei es den Anschein hatte das die Autorin hier etwas unterscheidet. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf dem Fluch seinen Verlauf und hier sind die Gefühle gewaltig, aber im Hintergrund läuft ja die Liebesgeschichte zwischen Frances, Carrie und Val die da doch eher seichter umschrieben wird.

Die Zeitreisen fande ich besonders gut gelungen auch hier konnte ich mir alles gut vorstellen. Die Anspannung war groß denn sie durften ja nicht entdeckt werden und auch das ein oder andere Missgeschick durfte nicht fehlen. Bei der zweiten war es dann schon etwas gewaltiger und der Aufenthalt länger, aber auch hier wurde es sehr gut umgesetzt. Die Autorin führte uns sogar ständig an der Nase herum, denn sie führte einen immer wieder in die nähe der Lösung und dann gab es wieder ein Ereignis und es rückte in weite ferne. Also an Spannung und Nervenkitzel fehlt es hier auf keinen Fall.

Das Ende knallte hier dann doch ziemlich, denn Carrie traf eine Entscheidung die einen den Atem anhalten lies. Die Zeit raste und ob sie da wieder raus kam war von Stunde zu Stunde aussichtsloser. Jetzt noch bin ich vom Ausgang der Geschichte ziemlich Perplex obwohl ich es als gute Lösung empfunden habe.

Die Charaktere an sich wurden gut gewählt nur fehlte mir bei dem ein oder anderen die Überzeugungskraft und Präsenz.

Carrie war in meinen Augen der stärkste und vielschichtigste Charakter von allen. Sie ist aber auch eine der Hauptpersonen die in dieser Geschichte eine Rolle spielt. So leicht bekommt man Carrie nicht klein auch wenn sie sich oft etwas unsicher fühlt, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat ist sie kaum zu bremsen. Sie wirkt aber auch sehr Klug auf mich und sie nimmt Rücksicht auf andere.

Francis dagegen war für mich meist nicht richtig greifbar, es gab zwar einige Szenen in denen er für mich überzeugend war, aber wie gesagt wenige. Meist glichen sie sich durch den starken Charakter von Cerrie aus die es schaffte dies etwas zu überspielen. Er handelt meist impulsiv ohne Rücksicht auf Verluste, er kann aber manchmal auch sehr romantisch sein.

Dennoch mochte ich sie alle irgendwie und gaben eine schönes Gesamtbild ab.

Ich habe mich gerne mitreisen lassen in diese Geschichte, eine Mischung aus Magie und Zeitreise was der Autorin aber auch sehr gut gelungen ist. Etwas vergleichbares habe ich bisher noch nicht gelesen. Die Autorin hat einen sehr angenehmen und frischen Schreibstil der mir sehr gut gefallen hat. Von mir bekommt dieses Buch eine absolute Leseempfehlung.

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