Rezension Deep Pleasure – Brennende Leidenschaft

Buch: Deep Pleasure – Brennende Leidenschaft

Autor: Sharon Taylor

Verlag:  Books on Demand

ISBN: 978-3744874205

Grafikdesignerin Fiona ist erfolgreich im Job und uberzeugter Single. Eigentlich ist ihr Leben perfekt. Als ihre Freundin jedoch aus der gemeinsamen WG auszieht, prasentiert sie ihr ausgerechnet den heien Mario als Ersatz. Der Mann ist eine optische Verlockung und Fionas aufgestellte Regel, keine Beziehungen einzugehen, scheint fur ihn mehr eine Herausforderung als ein Hindernis zu sein. Schafft sie es trotzdem, ihren Grundsatzen treu zu bleiben? Oder gelingt es Mario, ihr Herz zu erobern?

An sich gefällt mir die Grundstruktur des Covers sehr gut. Die Schrift ist allerdings nicht gut lesbar und hätte an dieser Stelle eine andere gewählt. Bei diesem Cover erwartete ich eine Liebesgeschichte mit Schwerpunkt erotischer Handlungen, durch die nackten Köper und ohne jegliches Gesicht. Jedoch war es eher umgekehrt was an sich nicht schlimm wäre. Jedoch weckt das Cover in mir falsche Erwartungen und hätte eher ein anderes gewählt. 
Der Klappentext weckte in mir weitere Neugier auf die Geschichte, aber auch hier fehlen darin leider einige Punkte die in dem Buch nicht umgesetzt wurden.  

Der Anfang der Geschichte wirkt für mich sehr lebendig und realistisch. Die drei Freundinnen Nele, Emma und Fiona wohnen in einer WG. Allerdings hatte Emma ein unschlagbares Angebot bekommen, was sie nicht ausschlagen kann und will aus der Wohnung ausziehen. Sie gönnt Emma ihr Glück, jedoch  hat sie Angst ihre Freundin zu verlieren. Alleine will sie in der Wohnung auch nicht bleiben.  Daher setzt Nele ihr Mario vor die Nase, der seine Wohnung verloren hatte, da der Sohn des Vermieters ein Bleibe brauchte. Fiona wirkte sehr selbstbewusst, fröhlich und schlagfertig. Auch die anderen Charaktere finden einen guten Einstieg in die Geschichte und sind realistisch und individuell gehalten. Im Laufe der Geschichte verändert sich das allerdings drastisch und wie ich finde verschwinden ihre Grundstrukturen und wirken unrealistisch und verschwommen. Zumal mehr innere Monologe, als aktive Gespräche zwischen Mario und Fiona stattfinden. 
Das kennen lernen mit Mario war sehr humorvoll geschildert. Als er jedoch bei ihr einzieht, lief alles etwas anders als geplant. Fiona wurde von der selbstbewussten Frau zu einer unzufriedenen, dickköpfigen und Oberflächlichen Person die nur an das eine denkt. Mario wirkt gerade zu Perfekt, ihm Bett will er den dominanten, heißen und wilden spielen was durch die beschriebenen Handlungen gut verständlich ist, aber die Gefühle kommen so nicht bei mir an. Auch beim Einzug wirkte er noch sehr selbstbewusst und schlagfertig, er will ihr zeigen wo es lang geht, allerdings lässt er sich von Fiona alles gefallen egal wie sie ihn behandelt, was für mich etwas in einem Widerspruch steht. Andererseits will er sie verwöhnen, dieser Teil überzeugte mich dann schon wieder etwas mehr.  
In der hälfte des Buches merkten beide, dass sie sich in einander verliebt hatten. Bei Mario wirkt es eher realistisch, aber ihm wird da nicht so viel aufmerksam geschenkt, was mir mehr einen Abbruch glich. Bei Fiona wird es eher sehr in die Länge gezogen, klar sie hat Verlust- und Bindungsängste jedoch sind diese für mich auch nicht greifbar und ihre Gefühle für Mario wirken nicht echt. Sie versucht alles unter den Tisch zu kehren. Als sie aber durch ihre Arbeit ein Wellness Wochenende im Hotel bekommt, nimmt sie Mario mit dort hin, auch dies steht für mich in einem Widerspruch, sie will nicht mit ihm in einem Bett schlafen und keine Beziehung, aber sich in einem Hotelzimmer mit Doppelbett mit ihm die Zeit vertreiben. 
Was auch noch etwas fehl am Platz wirkte war der rote Faden mit Waldi. Waldi ist ihr letztes Date vor Mario der sie darauf hin ständig anrief und verfolgte, anfangs war es ok, aber irgendwann war es unpassend und eher ein Störfaktor.  
Der Schluss überzeugte mich dann allerdings wieder. Die Gefühle waren echt und die Situationen rissen einen mit. Das erlebte mit dem Vater ist gut dargestellt und auch die Situation mit Mario konnte einiges kitten. Das es am Schluss ein Happy End gab und wie es gestaltet wurde gefiel mir auch sehr gut.  
Der Schreibstil der Autorin war gut, sehr Humorvoll und der Großteil war flüssig zu lesen, gab nur ein paar kleine Stolperfallen. Jedoch sind bei mir im Kopf kaum Bilder entstanden und die Lebendigkeit fehlte etwas.

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