Plauderecke für Protagonisten

Plauderecke der Protagonisten Siegbald

Sternenzauber:

Hallo Siegbald. Schön, dass du zu uns gefunden hast, aber als großer Entdecker fiel dir das bestimmt nicht schwer. Sag mal, magst du dich unseren Lesern erst einmal vorstellen? Sie kennen dich ja überhaupt nicht.

Siegbald:

Sie kennen mich nicht? Und da nennst du mich einen großen Entdecker? Leider wundert mich das nicht. Immerhin habe ich es in Preußen ja bisher noch nicht zu großem Ruhm gebracht.

Also, ich bin Siegbald Odin Sockenloch, Entdecker und Botschafter. Ich bin der Sohn eines erfolgreichen Miederwarenherstellers. Aber ich habe einen älteren Bruder, werde also die Manufaktur nicht erben. Ich bin 32 Jahre alt. Beruflich habe ich vor meiner Reise nach Aequipondium noch nicht viel erreicht. Deshalb hatte ich irgendwann die Idee, Entdecker zu werden. Du verstehst schon: Wegen der Anerkennung und natürlich wegen des Geldes.

Sternenzauber:

Bevor du unter die großen Entdecker gegangen bist, warst du ja Botschafter. Worin bestand deine Aufgabe?

Siegbald:

Da muss ich dich korrigieren. Ich bin Botschafter. Genaugenommen bin ich „Sonderbotschafter Preußens auf dem antipodischen Kontinente“. Der Alte Fritz hat mir diesen Titel verliehen. Das war, als ich wegen seiner finanziellen Unterstützung ansuchte. So eine Expedition zum Ende der Welt ist nämlich nicht billig, kann ich dir sagen. Und meine Aufgaben. Naja. Ich nehme an, es reicht, wenn ich die von mir entdeckten Länder in seinem Namen in Besitz nehme und den neuen Untertanen ein Bild von ihm zeige. Nicht, dass das in Aequipondium jemanden interessiert. Aber hier leben eben auch nicht die primitiven Wilden, auf die ich zu treffen hoffte.

Sternenzauber:

Was sollte man denn als großer Entdecker deiner Meinung nach alles so können?

Siegbald:

Du meinst, was ich dem Alten Fritz erzählt habe, damit er die Expedition bezahlt? Da hat gereicht, dass ich ein paar Seiten aus einem Botanikbuch auswendig gelernt habe und ein paar Berichte von anderen Entdeckern…

Oh, du wolltest wissen, welche Fähigkeiten man wirklich braucht? Hm. Da würde ich mal sagen, einen starken Magen. Und einen ausreichenden Vorrat an Kleidung. Du glaubst nicht, wie man sich im Dschungel die Kleider zerreißt! Und vermutlich braucht man eine gewisse Toleranz, was die Körpergröße, Form und Rasse von Gesprächspartnern betrifft. Ich meine, zu meinen besten Freunden gehört ein Dachs. Eine Dächsin sollte ich sagen. Dafür würden sie mich in Europa doch für verrückt erklären, oder?

Sternenzauber:

Wie war für dich denn die Begegnung mit den großen, starken Drachen? Da muss man bestimmt mutig sein?

Siegbald:

Oh ja. Unbedingt. Es war furchtbar. Grauenvoll! Aber das kommt doch erst im zweiten Buch? – Oder meinst du die grünen Drachen? Die sind eigentlich ganz nett. Ich meine, ich habe mich schon ziemlich gefürchtet, als ich Luna das erste Mal gesehen habe. Aber später haben wir uns angefreundet.

Sternenzauber:

In der Drachenhöhle hast du ja auch Theolinde kennengelernt. Wie war dein erster Eindruck von ihr?

Siegbald:

Um ganz ehrlich zu sein, ich habe mich ein wenig gefürchtet. Ich war natürlich froh, in der dunklen Höhle endlich einen Menschen zu treffen. Aber ich hatte auch Angst vor ihr. Immerhin ist sie größer als der Rüblinger Dorfschmied! Und sie war wütend. Nicht, dass ich etwas getan hatte, um sie zu provozieren. Aber trotzdem. Wenn du sie je wütend erlebt hast, verstehst du, was ich meine.

Sternenzauber:

… aber später hat sich deine Meinung ja geändert, oder?

Siegbald:

Ja. Ich meine, ich habe natürlich immer noch großen Respekt vor ihr. Aber ich habe auch ihre großherzige Seite kennengelernt. Sie hat mir sehr geholfen, obwohl sie mich ja nicht einmal kannte. Ich hätte vielleicht auf die ein oder andere Hilfe verzichtet. Auf die Therapiesitzungen zum Beispiel. Aber du hast sie ja kennengelernt: Es ist schwer, ihr was abzuschlagen.

Sternenzauber:

Du sag mal Siegbald, bevor du weiter musst, magst du uns noch kurz verraten wie es nach deiner Begegnung mit Theolinde weiterging?

Siegbald:

(Hüstelt) Um ehrlich zu sein, es ist mir ein wenig peinlich. Immerhin hat Theolinde mir ja sehr geholfen. Und sie ist eine wirklich gutaussehende – ich meine gute Hexe. Aber ich hatte Heimweh. Und als sich die Gelegenheit ergab, da … Sagen wir, es ist nicht unbedingt optimal ausgegangen. Aber mehr mag ich dazu wirklich nicht sagen. Ihr könnt ja im zweiten Buch nachlesen, was dann passiert ist.

Sternenzauber:

Danke Siegbald das du Zeit gefunden hast, bei mir vorbei zu schauen. Vielleicht trifft man sich ja bald mal wieder und ich wünsche dir viel Spaß bei all den Abenteuern, die du noch bestreiten wirst.

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