Plauderecke für Protagonisten

Plauderecke der Protagonisten Pierre Morel

Interview mit Pierre Morel, dem Ersten Offizier der Le Rafiot

Sternenzauber:

Monsieur Morel, Sie begleiteten den Entdecker Siegbald Sockenloch auf dessen zweitem Abenteuer. Ist das richtig?

Morel:

Ja. Das heißt nein. Nicht ich habe ihn begleitet, sondern er uns. Er war sozusagen ein Passagier auf unserem Schiff.


Sternenzauber:

Damit meinen Sie Le Rafiot, nicht wahr? Und Sie waren Erster Offizier unter Cpt. LaPerouse.

Morel:

Ja. Wobei ich darauf hinweisen sollte, das Le Rafiot kein richtiges Schiff war. Eher ein morscher Kahn, mit dessen Hilfe wir verzweifelt versuchten, diesen schrecklichen Gegengewicht-Kontinent hinter uns zu lassen. Comprenez vous?


Sternenzauber:

Verstehe. Also hat Ihnen Ihre Zeit in Aequipondium nicht gefallen?

Morel:

Non.

Sternenzauber:

Warum nicht?

Morel:

Es gab überall schreckliche Monster. Hat Ihnen Le Capitaine von der Seeschlange erzählt? Sie war größer als unser ganzes Schiff! Non? Und von den Drachen? Mon Dieu! Wir wären beinahe alle gefressen worden!

Sternenzauber:

Das wäre natürlich sehr uangenehm gewesen. Aber waren die Drachen wirklich so gefährlich? Ich hatte bisher den Eindruck, die Aequipondischen Drachen sind recht harmlos.

Morel:

Diese Eisdrachen definitiv nicht. Sie haben uns verfolgt. Sie haben uns angegriffen. Sie haben sogar ein paar unserer Männer verschleppt. Hätte Monsieur Sockenloch nicht…

Sternenzauber:

Monsieur Morel! Bitte! Wir wollen doch noch nicht zu viel verraten!

Morel:

Wie Sie wollen. Auf jeden Fall waren wir in großer Gefahr. Ich kriege noch heute Albträume, wenn ich daran denke.


Sternenzauber:

Das tut mir leid. Aber wenn Sie von den Monstern mal absehen. Wie hat es Ihnen sonst in Aequipondium gefallen?


Morel:

Nicht sehr gut.


Sternenzauber:

Wieso nicht?


Morel:

Im Norden gab es ständig nur dieses furchtbare Riesengemüse zu essen. Und später im Süden wären wir beinahe verhungert. Und dann dieses Ungeziefer überall: Wichtel, Gnome, Auswanderlemminge… Ich wünschte, ich wäre in Frankreich geblieben!


Sternenzauber:

Hm. Ja. Auch das tut mir wirklich leid für Sie. Offenbar haben Sie Aequipondium wirklich von seiner unangenehmsten Seite erlebt.
Gibt es noch irgendetwas, was Sie anderen Aequipondium-Reisenden raten würden?


Morel:

Ja. Fahren Sie nicht dort hin. Bleiben Sie zu Hause bei Ihrer Familie und ersparen Sie sich diesen ganzen Irrsinn.


Sternenzauber:

Danke.
Ich hoffe trotzdem, dass der eine oder andere unserer Leser ein etwas wagemutigeres Naturell hat als unser wackerer Monsier Morel. Und sicher ist es nicht überall so gefährlich und unangenehm wie im Süden des Kontinents.

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